Suche nach Neuem

Betrachtet man den Werdegang der Geschichte des Orgelbaus, so stößt man zwangsläufig auf den Namen Aristide Cavaillé-Coll. Dieser 1811 geborene Meister seines Faches strebte sein Leben lang danach, die traditionellen Verfahren und Orgelbautechniken zu überprüfen, wenn nötig zu verbessern und mit den neuen Techniken seiner Zeit zu verknüpfen. Cavaillé-Coll schuf ein Klangbild, das zeitgenössische Komponisten wie César Franck, Charles-Marie Widor und später Louis Vierne, zum Vorbild der gesamten romantischen Schule machten. Viele seiner Erfindungen finden heute wie selbstverständlich im Orgelbau Verwendung.

Diese Lebensmaxime Cavaillé-Colls, alte Traditionen zu bewahren und nach Neuem zu streben, um Fortschritte zu ermöglichen, muß sich der „moderne Orgelbau” zu eigen machen. Aber Fortschritt darf letztlich kein Rückschritt sein, sondern er muß immer der Vervollkommnung des Instrumentes Orgel dienen, um den Musikern und Komponisten Anreiz zu bieten und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

 
Von der Planung bis zur Fertigstellung

Wir setzen auf bewährte Traditionen. „Mayer-Orgeln” besitzen vornehmlich selbsttragende Massivholzgehäuse, die eine sehr kompakte Bauweise ermöglichen, und in denen die mechanischen Schleifladen auf statisch berechneten Holzlagern ruhen. Aufgrund der Verwendung moderner Werkstoffe sind unsere Windladen unempfindlich gegen klimatische und heizungsbedingte Feuchtigkeitsschwankungen und daher von sehr hoher Lebensdauer. Die Ladenbohrungen, Kanzellenquerschnitte und ebenso die Tonventile sind computerberechnet, um eine optimale Windversorgung der Pfeifen zu sichern. Unsere mechanischen Trakturen sind mit Begleitabstrakten versehen, die das Arbeiten der Holzabstrakten bei Luftfeuchtigkeitsschwankungen ausgleichen und somit ein präzises Spiel gewährleisten. Ebenso lässt sich der Tastendruckpunkt ganz nach persönlichem Geschmack einrichten. Voraussetzung für präzise Mechaniken, hohe Klangqualität und eine harmonische Architektonik ist eine gründliche und innovative Planung des Instrumentes. Gerade in diesem Bereich stehen uns heute eine Vielzahl von Mitteln zur Verfügung. Wir entwerfen und konstruieren unsere Orgeln mit CAD-Technik. Dies erlaubt zum einen eine genaue und detaillierte Konstruktion, zum andern können wir nach den Vorstellungen unserer Kunden anschauliche Entwurfsvarianten ausarbeiten, die als echte Entscheidungshilfen dienen können. Aufgrund der hohen Qualität der Werkstoffe und der angewandten Techniken haben unsere Orgeln heute eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten. Daher obliegt uns als Orgelbauer eine große Verantwortung, denn die Instrumente, die wir heute bauen, sollen auch morgen noch eine musikalische Bereicherung für die uns nachfolgenden Generationen sein. Wir möchten Sie herzlich zu einem Besuch in unsere Werkstätten nach Heusweiler einladen, damit Sie persönlich einen Eindruck von unserer Arbeit bekommen.